LIGETI-SCHWERPUNKT: Grünes Licht für Pierre-Laurent Aimard

Extra | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 43/03 vom 22.10.2003

Glenn Gould und Bach. Gulda und Mozart. Oder Cortot und Chopin. Es gibt Pianisten, die, mögen sie sonst noch so vielseitig sein, zum Werk eines bestimmten Komponisten den ganz besonderen Draht finden. Pierre-Laurent Aimard und György Ligeti sind auch so ein Paar, und auf gewisse Weise haben sie dabei sogar mehr Glück als ihre Kollegen: Die beiden kennen sich persönlich.

  Seit Jahren schon gilt der heute 46-jährige französische Pianist, einst Schüler von Olivier Messiaen und dessen Frau Yvonne Loriod, als idealer Interpret Ligetis. Seine Aufnahmen des Klavierkonzerts und der Etüden haben Referenzstatus, und als im Mai 2001 wieder einmal eine neue Etüde fertig gestellt war, gab es keinen Zweifel darüber, wer sie uraufführen würde: Pierre-Laurent Aimard spielte im Wiener Konzerthaus erstmals alle bislang 18 dieser modernen Klassiker - es war eines der beeindruckendsten Konzerte der letzten zehn Jahre. "Es ist nicht einfach bei ihm, eigene interpretatorische Freiheiten durchzusetzen,


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