Die Rache des Klaviers

Extra | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 43/03 vom 22.10.2003

NANCARROW György Ligeti ist von ihm begeistert - und deshalb widmet Wien Modern dem Komponisten Conlon Nancarrow und seiner ebenso überwältigenden wie verschüchternden Musik für Selbstspielklaviere eine eigene Konzertreihe. 

"The piano has been drinking (not me)"

Tom Waits

Klaviere sind komisch. Oder sagen wir so: Sie verfügen über ein komisches Potenzial, auf das vor allem der Film immer wieder zurückgegriffen hat. Dabei werden - wie so oft im Humor - auch Aggressionen manifest: Ob nun Louis Buñuel in seinem Surrealismus-Klassiker "Un chien andalou" (1928) zwei Flügel mit Eselkadavern garniert und von zwei Priestern ziehen lässt, ob Harpo Marx in "A Day at the Races" (1937) einen Flügel zerstört, um diesem eine Harfe zu entbergen, oder ob Laurel und Hardy ein Jahr später in "Swiss Miss" ein Klavier über eine Hängebrücke in den Schweizer Alpen transportieren, um dabei von einem Gorilla empfindlich gestört zu werden (was sowohl für diesen als auch für das Klavier schlecht


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