Es erzählt, was fehlt

Extra | KARIN CERNY | aus FALTER 43/03 vom 22.10.2003

OB:SCENA "[...]" ist eine spannende Begegnung zwischen dem Komponisten Georges Aperghis, dem Choreographen Willi Dorner und dem Experimantalfilmemacher Martin Arnold. Was die drei verbindet: wie sie Leerstellen zum Sprechen bringen. 

Man kann sich den Choreographen Willi Dorner als einen Therapeuten vorstellen, in dem ein nüchterner Programmierer steckt. Oder umgekehrt: als einen Binärcode-Forscher, den die emotionale Kraft der Zeichen fasziniert. Auf jeden Fall aber muss man sich jemanden vorstellen, der an Schnittstellen arbeitet, an denen Widersprüche aufeinander prallen. Genau dort hakt Dorner mit seinen ebenso klugen wie sinnlichen und ziemlich witzigen Tanz-Essays ein.

  Einer jener Widersprüche, die Dorner beschäftigen, ist der, wie wir unseren Körper wahrnehmen und wie er für andere als Bild wirkt: Wie kann es sein, dass unser Körper für jeden Beobachter eine geschlossene und überschaubare Einheit darstellt, wir selbst aber das Gefühl haben, ihn nicht ganz erfassen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige