Im Osten nichts Neues?

Extra | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 43/03 vom 22.10.2003

MERIDIANE II Unter den ungleichen politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich auch die zeitgenössische Musik in Ost und West unterschiedlich entwickelt. Eine Konzertreihe bei Wien Modern gibt erste Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen. 

Es hat sich erschreckend wenig getan in den letzten zwei Jahrzehnten: "Bis vor wenigen Jahren waren der Eiserne Vorhang und die kulturelle Demarkationslinie zwischen Ost und West so gut wie identisch. Es sickerte nur wenig durch - und wenn, dann trug es solche offiziellen Akzente, dass dem informativen Wert fast alles an Glaubwürdigkeit fehlte", schrieb Ulrich Dibelius 1984 (!) in seinem Standardwerk "Moderne Musik 1945-1965" einleitend zum Kapitel "Andere Ostländer", in dem er Tschechien und der Slowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien ganze sechs von insgesamt 380 Seiten widmete; Polen immerhin, das nicht nur im Bereich der Elektronik (siehe Seite 14), sondern auch auf dem hier behandelten Feld der Avantgarde zu den musikalisch


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