EOOS

Extra | aus FALTER 43/03 vom 22.10.2003

Dass daheim sitzen nicht viel bringt, haben Martin Bergmann, Gernot Bohmann und Harald Gründl bald nach ihrem Studium gewusst. Sie lernten sich bei der Aufnahmsprüfung an der Universität für angewandte Kunst kennen. "Nach dem Studium hatte jeder von uns ein festes Jobangebot, doch wir versuchten lieber, im Ausland Unternehmen für unsere Ideen zu finden", erzählt Bohmann. Mittlerweile erhält ihre 1995 gegründete Firma EOOS Aufträge von bekannten ausländischen und inländischen Unternehmen. Wenn es um unkonventionelle Lösungen beim Möbeldesign und ums Entwickeln von Shopkonzepten geht, sind die drei ein begehrtes Team, wie die Kunden Adidas, EURO-RSCG, Emporio und Giorgio Armani Perfumes oder Walter Knoll belegen.

Gerade haben EOOS für ihren "Sweetwood"-Sessel den renommierten Adolf-Loos-Preis für Design sowie den Staatspreis für Design 2003 erhalten. Auch der Hersteller des Sessels, die berühmte italienische Holzstuhlmanufaktur Montina, bekam dafür einen Staatspreis. "Durch einen besonderen Einschnitt in der Rückenlehne des Holzsessels erreichen wir, dass sie mit den Bewegungen des Menschen mitgeht. Denn auch wenn man sitzt, ist man in Bewegung", erklärt Bergmann. Hinter dieser scheinbar einfachen Lösung steckt, wie bei allen EOOS-Projekten, eine komplexe Geschichte. Ein wesentlicher Teil ihre Entwicklungsarbeit gilt der Recherche, die sie "poetische Analyse" nennen. "Es gibt kaum ein Möbelstück von uns, das nur fürs Wohnen oder nur fürs Büro konzipiert wurde. Diese Differenzierung haben wir von Anfang an vermieden", sagt Gründl. Die Büros der Abgeordneten des Berliner Reichstags wurden von EOOS mit einem so bequemen Sofa ausgestattet, dass Bild titelte "Schlaft schön, Politiker!" Was kann danach noch kommen? "Die Welt der Badekultur", meint Bergmann.

EOOS Design GmbH, 18., Theresiengasse 11/15, Ulrike Taurer, Tel. 405 39 87, Fax -80, E-Mail: design@eoos.com, www.eoos.com


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