Rätsel Österreich


ARMIN THURNHER
Vorwort | aus FALTER 44/03 vom 29.10.2003

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Was will uns Thomas Klestil wirklich sagen? Warum ärgert sich Wolfgang Schüssel so darüber? 

Wir haben ein neues Thema! Der Bundeskanzler und der Bundespräsident mögen einander nicht, so wurde der 26. Oktober vom Tag der Fahne flugs zum Ballhausplatz-Hasstag umfunktioniert. Verwundert fragten sich Kommentatoren, was denn den Kanzler treibe, auch noch am nächsten Tag den Präsidenten als "Wahrer von Besitzständen" zu geißeln? Das war schon deswegen ungerecht, weil dessen Unterhaltszahlungen an die geschiedene Gattin Edith es bekanntlich verbieten, im Zusammenhang mit Thomas Klestil noch von Besitzstandswahrung zu sprechen.

Taktgefühl in öffentlichen Dingen ist die Stärke Schüssels nicht. Man kann verstehen, dass er sich ärgerte, als beim Bundeskongress des ÖGB der Mann aus der Hofburg statt der üblichen Grußworte plötzlich Kampfparolen in den Saal rief. Man kann verstehen, dass nicht erst seit diesem Tag der schwarze Standardreflex einsetzte und

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