WAS WAR/KOMMT/FEHLT

Politik | aus FALTER 44/03 vom 29.10.2003

WAS WAR

Neue Schuldebatte Die Schulreformkommission hat ihre Arbeit erledigt und wartet mit einigen Vorschlägen auf: Kaum ein Schüler soll mehr eine Klasse wiederholen müssen, sondern nur noch jene Fächer nachlernen, in denen er durchgefallen ist. Das ließe sich leichter organisieren, wenn es in der Oberstufe für die Hauptfächer ein Kurssystem gäbe. Die vier Uniprofessoren, aus denen die Kommission bestand, fordern auch ein Recht auf Ganztagsbetreuung und dass sich die Schulen ihre Lehrer in Zukunft selber aussuchen dürfen. Bildungsministerin Gehrer, die die Kommission eingesetzt hat, dürfte nicht alle Vorschläge gutheißen, sicherte aber immerhin zu, sie werde zu keinem Kapitel von vornherein sagen, "das geht nicht".

WAS KOMMT

Neues Nowotny-Gedenken Vergangenen August wollte die rechtsextreme Kameradschaft Germania bereits gegen die Aberkennung des Ehrengrabes von NS-Fliegermajor Walter Nowotny demonstrieren. Damals wurde die Demo von den Behörden verboten, weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass es auf der Demo zu Verstößen gegen das NS-Wiederbetätigungsverbot kommt. Nun ruft der Ring Freiheitlicher Jugendlicher (RFJ) zum Nowotny-Gedenken auf: Am 1. November wollen die jungen Freiheitlichen einen Kranz auf dessen Grab niederlegen. Diesmal handle es sich aber um keine angemeldete Kundgebung, sagt RFJ-Chef Johann Gudenus, "sondern es ist die Entscheidung jedes Einzelnen, welches Grab er zu Allerheiligen besucht."

WAS FEHLT

Eisenbahn-Einigung Am 13. Dezember soll die schwarz-blaue ÖBB-Reform, die eine Aufteilung der Bahn in elf Einzelunternehmen vorsieht, im Nationalrat beschlossen werden. Eine Einigung zwischen Regierung und Eisenbahnergewerkschaftern ist aber weiterhin nicht in Sicht. Die Gewerkschafter, die seit Wochen Überstunden boykottieren, drohen nun sogar mit Streik und wehren sich auch im Internet unter www.bahnstirbt.at mit einer virtuellen Kampagne gegen die Regierungspläne.


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