Operation Weißes Haus

Politik | ROBERT MISIK | aus FALTER 44/03 vom 29.10.2003

USA Wesley Clark, der Slobodan MilosÇevic´ aus dem Kosovo vertrieb, will George W. Bush aus dem Präsidentenamt bugsieren. Schon ist der Exgeneral der Darling des liberalen Establishments. 

Zeit ist in der Politik ein entscheidendes Moment. Der Beste wird scheitern, wenn er seiner Zeit voraus ist oder den rechten Augenblick verpasst. Scheint einer umgekehrt im passenden Moment vorzutreten, kann er auf einer Welle bis ganz nach oben reiten. Der Hype um den ehemaligen NATO-Oberbefehlshaber und nunmehrigen Präsidentschaftskandidaten der US-Demokraten ist von dieser Art.

  Bushs Zustimmungsraten befinden sich im freien Fall; dass seine Wirtschaftspolitik - Steuern runter, Militärausgaben rauf - in ein Desaster zu führen droht, dämmert immer mehr Amerikanern; dass er mit dem Irakabenteuer die Streitkräfte in den Morast geführt hat, lässt sich auch von Bushs überzeugtesten neokonservativen Adoranten immer weniger leugnen. Zuletzt haben in einer Newsweek-Meinungsumfrage fünfzig Prozent


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