Keine Paläng im Arpai

Medien | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 44/03 vom 29.10.2003

KOMMUNIKATION Der Versand von Textnachrichten per Handy wird von den Amis und vom Vatikan gesteuert: Bekenntnisse eines SMS-Junkies. 

Neue Technologien lösen bekanntlich Probleme, die man davor nie hatte, und schaffen dafür neue - vor allem auf dem Gebiet der Ethik und der Etikette. Die Erfindung des Handys etwa wirft die Frage auf, wo und wie man dieses benutzen soll. In Österreich ist das - außer im Gebirge und auf Teilen der Westbahnstrecke - so gut wie überall möglich. Selbst die Wiener U-Bahn wurde kommunikationstechnologisch aufgerüstet, sodass man - im Unterschied zum Rest der Welt, wo das nicht geht oder als unschicklich gilt - schon bei der morgendlichen Anreise zum Arbeitsplatz Gespräche geschäftlicher oder privater Natur mit anhören muss (es liegt im Wesen des Handygesprächs, dass man es nicht ignorieren kann), und dieses Passivtelefonieren ist, wie jüngste Studien erwiesen haben, stark gesundheitsgefährdend - Ohrenkrebs, Drehschwindel oder akute Glossolalie können


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