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Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 44/03 vom 29.10.2003

Es ist völlig in Ordnung, sich mangels anderer Talente selbst zur Marke zu stilisieren und zu vermarkten - vielleicht etwas unwürdig, aber jeder muss halt sein Geld verdienen. Verona Feldbusch, bauernschlaue Werbetussi, beherrscht das Eigenmarketing bis zur Perfektion. Nur wie sie jetzt auch ihr erst ein paar Monate altes Baby der Bild-Zeitung verkauft, ist nicht mehr lustig. Der Bub, ohnehin schon gestraft mit dem blöden Namen San Diego, wird dort täglich vorgeführt: von seiner Zeugungsgeschichte an ("Die mexikanischen Dessous waren schuld") bis zum indiskreten Blick in die Windel ("Unser Baby hat ein Zipfelchen, Hurra, ein Junge!"). Fotografiert wurde der Zwerg schon für das deutsche Tratschblatt Gala. Die Mutter spricht vom Buben schon mal nur als "dem kleinen Feldbusch". Was für eine niedliche Marke wäre er, gemeinsam mit der großen Feldbusch für irgendwas werbend. Ein Blubb-T-Shirt (benannt nach Veronas Spinat-Werbung) habe er schon geschickt bekommen, aber er soll natürlich kein armes Fernsehkind werden, sondern ganz normal aufwachsen, sagt Verona kulleräugig. Das ist ungefähr so glaubwürdig wie diese Geschichte von ihrem echten Busen.


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