Manegefrei

Kultur | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 44/03 vom 29.10.2003

ZIRKUS Der kanadische Cirque Éloize verbindet Artistik mit lustvollem Theater, ohne dabei pseudopoetisch zu werden - eher ungewöhnlich für dieses Genre. 

Eigentlich, sagt Guillaume Saladin, sei es ihm lieber, die Leute würden erst applaudieren, wenn die Nummer vorüber ist: "Während einer in sich geschlossenen Szene versuchen ich und meine Kollegen eine Emotion aufzubauen. Klatschen stört da nur." Saladin ist einer von 18 jungen Artisten, die mit dem Cirque Éloize vorführen, dass Zirkuskunst nicht nur Unterhaltungsmaschine à la Cirque du Soleil bedeutet. Éloize wurde vor zehn Jahren in Montreal gegründet, das Ensemble besteht großteils aus Absolventen der dortigen Artistenschule. Nach Gastspielen in den USA, London und Paris machen die Kanadier nun in Wien Station: Für das Programm "Nomade, la nuit le ciel est plus grand" wird im Messezentrum eigens eine Halle zum Theater umgebaut.

  Denn der Cirque Éloize ist manegefrei. Nicht nur, weil ein zentrales Sägespäne-Rund nur


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