Hoch hinaus

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 44/03 vom 29.10.2003

KUNST Mit der Ausstellung "Kontext, Form, Troja" gelingt es der Secession nicht, unterschiedliche Positionen zeitgenössischer Kunst unter einen Hut zu bringen.

Der vom Wiener Künstler Roland Kollnitz hinter das Gebäude der Wiener Secession gesetzte Mast ist 1897 Zentimeter hoch. Im Laufe der Zeit, so könnte man daraus lesen, ist die Bedeutung der 1897 errichteten Secession in den Himmel gewachsen. Die Latte jedoch, die Kollnitz mit diesem Rückgriff auf metrische, die außerkünstlerischen Qualitäten von Kunsträumen vermessenden Verfahren der Konzeptkunst legte - sie ist viel zu hoch für die Gruppenausstellung "Kontext, Form, Troja".

  Dabei hat der Kurator dieser siebten Ausgabe der seit 1983 stattfindenden Ausstellungsreihe "Junge Szene" eigentlich alles richtig gemacht. Der an der Adolf-Wölfli-Stiftung in Bern tätige Daniel Baumann hob die obsolete Einschränkung der Auswahl auf lokale Künstler auf. "Es geht mir um Einzelpositionen und nicht um Tendenzen oder kommende Stars",


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