"In Gottes Hand"

Politik | GERALD JOHN und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 45/03 vom 05.11.2003

ÖVP Parlamentspräsident Andreas Khol über das umstrittene Asylgesetz, die angebliche Demontage des Rechtsstaates, das Diktat der Klubhymne, wunderbare Flügelaltäre und seine Mäusejagd im Parlament. 

Franz Fiedler wirkte bereits einigermaßen pikiert. Zwanzig Minuten musste der Rechnungshofpräsident vor dem Büro von Andreas Khol auf seinen Termin warten, ehe dieser den Falter verabschiedete. Khol, Nationalratspräsident und Erfinder des Mottos "Speed kills", scheint plötzlich die Langsamkeit für sich entdeckt zu haben. So blieb im Interview Zeit für so unterschiedliche Themen wie Asyl und Ortstafeln, Kopftuch und Kirche, Präsident und Verfassung. Letztere Materie ist dem ÖVP-Politiker ein besonderes Anliegen: Mit einem eigens vorbereiteten Dossier über die Schiedssprüche des Verfassungsgerichtshofes will er den Vorwurf widerlegen, Schwarz-Blaue pflegten ein schlampiges Verhältnis zum Rechtsstaat.

Falter: Herr Präsident, werden Sie im Laufe des Gesprächs in unser Mikrofon


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