"Haben keinen Notstand"

NINA HORACZEK | Politik | aus FALTER 45/03 vom 05.11.2003

ASYL Roland Schönbauer, Sprecher des UN-Flüchtlingshochkommissariats, über die neue Praxis des Innenministers, Asylwerber bei der Ankunft zur Rückkehr zu überreden. 

Vergangenes Wochenende hat sich die Situation für Asylwerber weiter zugespitzt. Weil es angeblich keine Quartiere gibt, hat Innenminister Ernst Strasser die Grenzwachebeamten angewiesen, Asylwerber bei der Ersteinvernahme zur Rückkehr zu überreden. Am Samstag wurden bereits 74 Flüchtlinge - darunter dreißig Kinder - nach Tschechien abgeschoben. amnesty international nennt dieses Vorgehen "nahe an Erpressung grenzend", und auch Roland Schönbauer, Sprecher des UN-Flüchtlingskommissariats UNHCR, kritisiert im Falter-Interview die Asylpolitik des Innenministers.

Falter: Am Wochenende hat Innenminister Strasser gesagt, es gebe keine Quartiere, und deswegen lade das Innenministerium Asylwerber ein, zurückzukehren. Wie beurteilt der UNHCR eine solche Praxis?

Roland Schönbauer: Wenn Ernst Strasser sagt, es gebe keine Quartiere,

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