Rattenschwanz an Klagen

NINA HORACZEK | Politik | aus FALTER 45/03 vom 05.11.2003

UNIVERSITÄT Während es an der Uni Wien überall an Geld fehlt, zahlt das Dekanat der medizinischen Fakultät Privatklagen gegen Tierschützer. 

Am Tag vor dem Prozess trudelte das Fax ein: Wolfgang Huber, Grundlagenforscher am Institut für Krebsforschung, teilte mit, dass er seine Klagen zurückziehe. Huber hatte Tierschützer vom Verein gegen Tierfabriken, die auf ihrer Homepage die "Kaffee-Versuche" des Instituts für Krebsforschung kritisierten, wegen übler Nachrede geklagt. Gekostet haben den Grundlagenforschern die Klagen keinen Cent. Sämtliche Honorare - auch die der gegnerischen Anwälte - übernahm das Dekanat der Medizinischen Fakultät der Uni Wien.

  Der Grundlagenforscher Huber untersucht die Auswirkungen von türkischem und gefiltertem Kaffee auf mit einem Krebserreger infizierte Ratten. Dies sei unnötige Tierquälerei, fanden die Sympathisanten des VgT. Sie besetzten deshalb im April Hubers Institut und berichteten auf ihrer Homepage über Hubers Versuche. "Am Institut

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