"Wir sind kein Zoo"

Politik | JASMIN BÜRGER | aus FALTER 45/03 vom 05.11.2003

GEHÖRLOSE Mit dem neuen Behindertengleichstellungsgesetz soll die Gebärdensprache endlich anerkannt werden. Für eine gute Ausbildung ist sie unerlässlich. 

Jausenzeit: Vier Vierjährige sitzen an einem Tisch und streiten sich um das erste Stück Orange, das die Kindergartentante aufschneidet. Trotzdem ist es ganz still. Denn die Kinder sind hörbeeinträchtigt oder gehörlos, wenn sie streiten, dann in Gebärdensprache. Eine ungewöhnliche und doch alltägliche Szene im Kindergarten des Bundesinstitutes für Gehörlosenbildung am Rosenhügel.

  Der ÖVP-Abgeordnete Franz-Joseph Huainigg weiß über die Probleme dieser Kinder Bescheid: "Für Gehörlose ist es schwer, eine gute Ausbildung zu bekommen. In Österreich wird meist die Gebärde lautsprachlich begleitet. Komplexe Inhalte können aber nur über die Gebärdensprache vermittelt werden." Huainigg sitzt in einer Arbeitsgruppe, die nun ein neues Behindertengleichstellungsgesetz ausarbeitet, das auch die Gebärdensprache endlich


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