FERNSEHEN

Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 45/03 vom 05.11.2003

Clever sind sie, die Macher hinter "Starmania". Der Gesangswettbewerb bringt Burgenländer, Vorarlberger, Buben und Mädels mit ethnischem Background auf die Bühne - für jeden Pubertierenden ist jemand dabei. Auch Promi-Sohn Lucas Fendrich, in der ersten Runde gescheitert, darf, wie in dieser Kolumne schon vor Wochen prophezeit, noch mal um den Einzug ins Finale singen - und angesichts der durchgeplanten Inszenierung kann man Lucas Mut machen: Die brauchen dich im Finale, allein wegen der lustigen PR-Geschichten in tv-media. Und jetzt hat "Starmania" auch noch politisch korrekt den blinden Trafikanten Michael Hoffmann als Finalisten. An sich sehr okay und lange überfällig, dass behinderte Menschen bei derartigen Events genauso mitmachen können. Dass keiner während der Show Michaels Handicap angesprochen hat und Arabella Kiesbauer ihn normal niederquatschte, war sympathisch. Nur bei den praktischen Details zeigte es sich, dass Michael doch anders behandelt wird: Diverse Kollegen schoben ihn liebevoll mit sich auf der Bühne herum, bei den peinlichen Gruppen-Choreographien musste er ganz hinten mitwippen. Michael, lass dich nicht zum harmlosen Maskottchen machen.


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