Hendrix in Öl

Kultur | MATTHIAS DUSINI und GERHARD STÖGER | aus FALTER 45/03 vom 05.11.2003

KUNST Die Kunsthalle Wien ist dem Mythos und der Geschichte der E-Gitarre auf der Spur und begräbt diese unter einer Fülle an Exponaten und Kunstwerken. 

Das Wuschelhaar türmte sich in unglaublicher Menge auf dem Kopf von Walter Batruel. Wenn er sprach, hörte man nur ein unverständliches, heiseres Nuscheln. "Batruel war in den Siebzigerjahren der Gitarrengott Vorarlbergs", erklärt Ausstellungskurator Thomas Mießgang: "Seine Gang war die einzige, die die süße Fäulnis und die Hieroglyphenklänge des Monsterrocks aus Angloamerika glaubwürdig importieren konnte." Die Auftritte von Batruels Band The Gamblers beeindruckten den Schüler Mießgang so nachhaltig, dass er nun, gemeinsam mit dem Direktor des Wien Museums (vormals Historisches Museum), Wolfgang Kos, diese frühe Initiation in der Ausstellung "Go Johnny Go! Die E-Gitarre - Kunst & Mythos" systematisch aufbereitet hat.

  Diese reichhaltige und nach dem Refrain aus Chuck Berrys Rock-'n'-Roll-Klassiker "Johnny B. Goode" benannte


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