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Kultur | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 45/03 vom 05.11.2003

Um zur Schönheit zu gelangen, muss Musik manchmal einen Umweg über Schmerz und Krach nehmen. Gerade in der hiesigen Elektronik der letzten Jahre ging es vielen Produzenten auch darum, mit radikal experimentellen Platten erstmal alles niederzureißen. Wie sich längst zeigt, war in dieser Phase allerdings auch schon der musikalische Neuaufbau angelegt. Dass diese im Underground allseits zu beobachtende Neuorientierung nun sehr häufig in Richtung Anmut und Melodie geht, darf angesichts des allgemeinen Pop-Trends nicht verwundern.

Derzeit bestes Beispiel dafür ist der junge österreichische Musiker Uli Troyer mit seinem fantastischen Album "Rose de Shiraz" (Deluxe/www.mdos .at). Schon der einigermaßen hedonistische Titel deutet die Veränderung an, die Troyers Musik seit dem genretypisch knisternden Mego-Debüt "Nok" (2001) vollzogen hat. Zunächst fällt auf, dass hier bei starker Gästefluktuation wieder verstärkt traditionelles Instrumentarium verwendet wird, um Pop-Gesetzen folgende

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