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Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 45/03 vom 05.11.2003

MUSIKTHEATER Mit einer Doppelpremiere zeitgenössischer Einakter feiert die Kammeroper weit gehend unbemerkt ihren fünfzigsten Geburtstag. 

Der Wiener Opernbetrieb hat schon ruhigere Zeiten erlebt: Mit der Bestellung von Volksoperndirektor Rudolf Berger und der Verlängerung von Staatsoperndirektor Ioan Holender bis 2010 zementierte Kunststaatssekretär Franz Morak (ÖVP) einen neokonservativen, vorwiegend wirtschaftlich orientierten Kurs, dem die Stadt Wien mit der für 2007 angekündigten Umwandlung des Theaters an der Wien ab 2007 in ein zeitgemäßeres "Opernhaus des 21. Jahrhunderts", gegensteuern will.

  Etwas untergegangen in diesem Richtungsstreit ist der runde Geburtstag des vierten Wiener Musiktheaters: der Kammeroper, die vor fünfzig Jahren von Hans Gabor zunächst als freie Gruppe gegründet wurde und seit 1961 in einem prunkvollen Keller am Fleischmarkt ihre gut versteckte eigene Bühne betreibt. Programmatisch hat sich über die Jahrzehnte wenig verändert: Sowohl Gabor


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