Finne ganz weg

Kultur | KLAUS TASCHWER | aus FALTER 45/03 vom 05.11.2003

LITERATUR Kurt Palm hat einen Reiseführer durch das Universum von James Joyce verfasst und kocht nun auch dem Leben und Werk des irischen Schriftstellers nach.  

Seine eigene Frau Nora habe seinen "Ulysses" bloß bis Seite 27 geschafft, "den Umschlag eingerechnet", beklagte sich James Joyce bei seiner Tante. Vielen Lesern, die diesen Klassiker der Moderne bei sich im Bücherregal stehen haben, ging es wohl ähnlich, und so ist kaum ein Werk der Weltliteratur so bekannt und zugleich so ungelesen wie das Opus magnum des Iren, den ein Kritiker der Sporting Times am 1. April 1922 anlässlich des Erscheinens von "Ulysses" schlicht als "pervertierten Irren" bezeichnete.

  Der Regisseur und studierte Germanist Kurt Palm hatte ebenfalls einige vergebliche Lektüreanläufe hinter sich, ehe ihm anlässlich eines feuchtfröhlichen Abends in Dublin der Bruder eines anderen großen irischen Schriftstellers - Flann O'Brien nämlich - den entscheidenden Lesetipp gab: Es werde viel zu oft vergessen,


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