STADTRAND

Es lebe der Zentral-friedhof ...

Stadtleben | aus FALTER 45/03 vom 05.11.2003

Na, wenn das keine Auszeichnung ist: Das amerikanische Wirtschaftsmagazin "Forbes" machte sich auf die Suche nach den besten Friedhöfen der Welt - und wurde in Wien fündig. Neben dem Highgate-Cementary in London, Pere Lachaise in Paris, Glasnevin in Dublin oder dem Friedhof Novodevichyin in Moskau gehört unser Zentralfriedhof für "Forbes" zu den supersten Ruhestätten von überhaupt. Und das ist fast so gut wie eine Weltkulturerbe-Urkunde. Verglichen wurden bei dem Gruft-Test - übrigens im Immobilien-Teil des Magazins - nicht nur Baumbestand, Monumente und Grabsteinpflege, sondern vor allem auch die Stimmung. Und dass die am Zentralfriedhof Spitze ist, wissen wir nicht erst seit der Ambros-Hymne auf die Totenstadt. Die Pariser haben Jim Morisson, die Moskauer Gogol, und Marilyn Monroe kam im Westwood Village Memorial Park, L.A., unter die Erde. Aber bei uns ruhen Beethoven und Falco. Da ist nicht nur an novembrigen Totenfeiertagen richtig was los. Und im Gegensatz zu anderswo gibts am Zentralfriedhof auch in exklusiver Lage günstige Ruhestätten. Playboy Hugh Heffner hat angeblich eine Million Dollar bezahlt, nur um einst ganz dicht bei der Monroe zu ruhen. In Wien darf hingegen jeder mal bei den Promis liegen. C. W.


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