Wieder am Markt

Gemüse, kein Salat

Stadtleben | aus FALTER 46/03 vom 12.11.2003

Hierzulande hat man vom Radicchio keine Ahnung. Hierzulande futzelt man ihn klein und tut ihn dann zu anderem, klein gefutzeltem Salat. Und dafür nimmt man mit Vorliebe den runden, blättrigen, bitteren, billigen Radicchio. Viel besser schon der längliche, der zwar auch noch nicht der Weisheit letzter Schluss ist, den man aber prächtig zubereiten kann: In zentimeterdicke Streifen schneiden, mit gequetschten Knoblauchzehen und Rosmarin in Olivenöl ordentlich anbraten, Meersalz, grober Pfeffer, mit Rotwein und einem Schuss Balsamico ablöschen, einköcheln lassen, perfekt. Schnell gemacht, bitter und süß, sieht großartig aus. Noch besser ist der ganz, ganz seltene, teure, rosettenartige Trevisano. In Italien ist er absoluter Kult: Einfach vierteln und in der Pfanne braten, super zu Taube.

Trevisano, bei Himmelsbach, 4., Naschmarkt, Stand 40-45,

Tel. 581 45 65.


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