Liebe Leserin, lieber Leser!


Klaus Nüchtern
Vorwort | aus FALTER 46/03 vom 12.11.2003

Wenn im Falter einander die Angehörigen verschiedener Redaktionen in freundlichem Spotte necken, wie das schon mal passieren kann, wenn die Redaktionskonferenz lang ist, dann machen zum Beispiel die von der Politik den Büchllesern und CD-Hörern von der Kultur den Vorwurf, weitgehend recherchefreien Journalismus zu betreiben. Worauf die Angesprochenen eventuell mit dem Hinweis kontern, die geschätzten Kolleginnen und Kollegen mögen das Herstellen fernmündlicher Kontakte qua Telefon nicht mit Recherche verwechseln. Aber natürlich braucht sich niemand nichts gesagt sein lassen. Am allerwenigsten die beiden Recherche-Ninjas Nina Horaczek und Nina Weißensteiner. Während sich der Kulturredakteur des Sonntags um sieben grade mal die erste oder zweite CD mit Einspielungen der Bach'schen "Goldberg-Variationen" avec einer großen Schale Café au lait reinpfeift, wie das Carsten Fastner gerne tut (seine Würdigung der jüngsten Einspielung des genannten Werkes finden sie auf Seite 69 gewürdigt),

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