Das Wort ist frei

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 46/03 vom 12.11.2003

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Warum Hans Dichand den "Falter" klagte und dann doch seine Klage zurückzog. Eine Mutmaßung. 

Manche dieser Kolumnen schreiben sich schwer, manche schreiben sich von selber. Manche werden einem teilweise geschrieben, wie diese. Mitautor: Hans Dichand. Aber alles der Reihe nach. Es begann mit dem Tod des Mauretaniers Cheibani Wague, der diesen Sommer im Wiener Stadtpark eines Abends unter den Füßen von Ordnungskräften auf dem Bauch liegend plötzlich verstarb. Der Tod dieses Mannes brachte, wie in solchen Fällen üblich, das Beste in Österreichs Gesellschaft zum Vorschein: Die reflexartige Unschuldsvermutung für Polizei und Rettung, ununterscheidbar verquickt mit rassistischen Ressentiments gegen das Opfer.

Falter-Redakteur Florian Klenk fand ein Videoband, auf dem die Szene schattenhaft, aber eindeutig zu beobachten ist. Dieses Band wurde auch im ORF gesendet, lief in "Studio Wien" und in der Sendung "Thema". Die Kronen Zeitung ließ sich davon nicht beirren


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