Eine Leidensgeschichte

Vorwort | Paul Luif | aus FALTER 46/03 vom 12.11.2003

TRANSIT Österreich droht eine Verkehrslawine. Hat die Regierung verabsäumt, sie rechtzeitig zu stoppen? 

In 180 Meter Höhe überspannt sie, 700 Meter lang, das Tiroler Silltal: Die Europabrücke, Teilstück der wichtigsten Straßenverbindung über die Alpen zwischen Deutschland und Italien, galt bei ihrer Fertigstellung im Jahre 1963 als Meisterstück österreichischer Ingenieurskunst. Bundeskanzler Alfons Gorbach eröffnete sie mit den Worten: "Verbinde in Frieden und Freiheit die Völker Europas!" Davon ist vierzig Jahre später keine Rede mehr. Heute ist die Brücke eher ein Symbol für die Leiden der Österreicher am Transitverkehr.

Die Leidensgeschichte begann Anfang der Neunzigerjahre. Die Annäherung an die EU machte ein "Transitabkommen" notwendig. Dieses Abkommen statuierte eine Ausnahme von der Dienstleistungsfreiheit des EU-Binnenmarktes. Jeder Lkw aus einem EU-Staat oder Österreich sollte für Transitfahrten eine vom Schadstoffausstoß abhängige Anzahl von "Ökopunkten"

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige