Kein Platz mehr?

Auf Herbergssuche

Politik | aus FALTER 46/03 vom 12.11.2003

Weil es keine Quartiere mehr gebe, hat der Innenminister letzte Woche einen Aufnahmestopp für die Bundesbetreuung verkündet. Sind wirklich alle Kapazitäten erschöpft? Oder ist das Boot nur für Ernst Strasser voll?

  Das Verteidigungsministerium hat dem Innenminister jedenfalls schon vor Wochen mehrere leer stehende Kasernen zur Unterbringung von Flüchtlingen angeboten. Laut Paragraph 5 des Bundesbetreuungsgesetzes ist das vorübergehend möglich, erklärt Generalmajor Christian Segur-Cabanac. "Bis zu 450 Menschen", schätzt der Beamte, könnte man in "fünf bis zehn unbenutzten Objekten des Bundesheeres" - teils sofort, teils nach Sanierungsarbeiten - einquartieren. "Bislang wurden von den zuständigen Bürgermeistern keine Genehmigungen erteilt", erklärt man im Innenministerium.

  Dass sich die Ortschefs quer legen können, hat sich Strasser selbst zuzuschreiben: "Erst seit der Oberste Gerichtshof entschieden hat, dass Asylwerber untergebracht werden müssen, gibt es die Weisung,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige