"Songs sind wie Kleider"

Kultur | ROBERT ROTIFER | aus FALTER 46/03 vom 12.11.2003

MUSIK Die Avantgarde-Ikone und Rock-Legende John Cale gibt demnächst ein Konzert in Wien. Mit dem "Falter" sprach der 61-jährige Cale über sein neues Album, die böse US-Regierung und die Professionalität Londoner Straßendiebe. 

Nie hat es eine bessere Zeit dafür gegeben, ein gealterter Rockstar zu sein. Vorbei die wilden Tage des Punk und der Dance-Revolution, als sich nachfolgende Musikergenerationen unter lautem Gekreische mit beiden Beinen vom Mutterbauch abzustoßen pflegten. John Cale genießt heute jene schrankenlose Verehrung, die heutige, in ihrer popgeschichtlichen Obsession vereinte Generationen überlebenden Legenden entgegenbringen. Und das nicht zu Unrecht: Die Welt hat dem aus Wales stammenden Mitbegründer von The Velvet Underground eine Unzahl einflussreicher Produktionen (von den Stooges über Patti Smith und Nico bis zu den Happy Mondays) sowie einen reichen Katalog zum Teil grob unterverkaufter Solowerke zu verdanken. Doch im Gegensatz zu seinem alten Kollegen


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