Ohren auf!

Softie rules okay!

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 46/03 vom 12.11.2003

Jene Ära, in der britische Gitarrenmusik unter "Britpop" firmierte und mit unerträglicher Großkotzigkeit hausieren ging, ist heute Gegenstand historischer Betrachtungen. Als verkaufsförderndes Label hat "Britpop" längst ausgedient, und auch in seinem Gestus kommt britischer Pop inzwischen wieder ganz anders daher.

Starsailor sind typische Vertreter dieser neuen Generation: Schon auf "Love Is Here" zeichnete sich das Quartett eher durch Unsicherheit und Larmoyanz als durch Popstarposen aus; dazu kam eine unüberhörbare Leidenschaft für das Werk von Tim Buckley, der ja auch nicht gerade als Tough Guy in die Popgeschichte einging. Das neue Album "Silence Is Easy" (EMI) funktioniert nicht unähnlich, geht aber einen entscheidenden Schritt weiter: Aus den elf Songs sprechen nach wie vor sympathisch-nachdenkliche Romantiker ohne falsche Scheu vor gutem Kitsch; gleichzeitig strahlen Starsailor eine neue Selbstsicherheit aus, mit der sie opulente Arrangements ebenso sicher hinbekommen wie


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