Der Traum, der bleibt

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 46/03 vom 12.11.2003

FILM Zwei grundverschiedene "Roadmovies": Vincent Gallo peppt seine larmoyante Cowboy-gone-Rennfahrergeschichte mit explizitem Sex auf, Reinhard Jud führt die politische Spurensuche von Wien nach Triest. 

Nummer 77 kommt unter ferner liefen ins Ziel. Bud Clay, der Motorrad-Rennfahrer hat Pech, trotz Glücksnummer. Müde schiebt er die Honda in seinen Pickup. Damit ja kein Missverständnis entsteht, wird ein Jazzstück mit extra viel Saxophon eingespielt: Abgeschlagen ist er, traurig und alleine. Nichts, dass ihn hier noch länger halten würde. Und also macht er sich auf den Weg; nach Los Angeles, zum nächsten Rennen.

  Bud Clay wird gespielt von Vincent Gallo, der "The Brown Bunny", seinen zweiten Spielfilm, auch noch selbst produziert, geschrieben, fotografiert, geschnitten und natürlich inszeniert hat. Ein merkwürdiges Werk, merkwürdiger noch als sein Debüt "Buffalo 66" (1998). Genauso egozentrisch, kein Zweifel, aber mehr noch: ein weinerliches Roadmovie in die Innerlichkeit,


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