"Schreiben ist gefährlich"

Kultur | THOMAS ASKAN VIERICH | aus FALTER 46/03 vom 12.11.2003

LITERATUR Arnon Grünberg hat mit "Phantomschmerz" einen tragikomischen Roman über einen gescheiterten Schriftsteller geschrieben. 

Robert Mehlmann ist Mitte dreißig, wirkt aber, als hätte er die fünfzig längst überschritten - so zynisch und welterfahren kommt er daher. Seine große Zeit als Jungstar liegt schon eine Weile zurück; alle seine Bücher werden verramscht, und seine Kreditkarten sind hoffnungslos überzogen. Also sucht Mehlmann sein Heil in einem Kochbuch über die polnisch-jüdische Küche. Die Rezepte hat er einer allein stehenden älteren Dame abgeschwatzt, ja er kann diese sogar dazu überreden, große Summen in eine nicht existierende Stiftung zu investieren, um damit seine Gläubiger zu befriedigen. Darüber hinaus erweist sich das Kochbuch als echter Renner.

  Den Kern von "Phantomschmerz", dem jüngsten Buch des 32-jährigen Holländers Arnon Grünberg, stellt Mehlmanns unveröffentlichter Roman "Die hohle Nuss und andere Juwelen" dar, in dem dieser auf urkomische


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