"Mutti kennt kein Pardon"

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 46/03 vom 12.11.2003

KUNST Zum 65. Geburtstag von Günter Brus zeigt die Albertina eine Werkschau des Grazer Künstlers, der als Wiener Aktionist bekannt wurde. Die Ausstellung bemüht sich redlich, den Zeichner Brus zu rehabilitieren. 

Das Leben mancher Menschen zerfällt in zwei Teile. Beim heiligen Paulus etwa war es so, dass er sich nach einer Art Erleuchtung von einem sündigen Menschen in einen wortreichen Verfechter der Lehren des Propheten Jesus verwandelt hat. Der englische Folksänger Steven Demetri Georgiou, besser bekannt als Cat Stevens, zog es nach einer erfolgreichen Musikerkarriere vor, sein Leben religiösen Dingen zu widmen; seit seiner Konversion zum Islam nennt er sich Yusuf Islam, lebt nach den Geboten des Koran und tut viel Gutes für die Armen dieser Welt. Anders als beim heiligen Paulus wird dieser Teil seines Lebens - wahrscheinlich zu Unrecht - von der Öffentlichkeit weniger beachtet.

  Ähnlich verhält es sich mit dem Grazer Künstler Günter Brus, der bis zu seinem 32. Lebensjahr


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