BILDERBUCH

Kultur | aus FALTER 46/03 vom 12.11.2003

Horst Buchholz als begeisterter DDRler Otto Pfiffl wird von seinem zukünftigen Schwiegervater gelinkt: Der hinterlistige Coca-Cola-Kapitalist schickt ihn mit antikommunistischer Propaganda zurück nach Ostberlin. Das Standbild aus der großartigen Komödie "Eins, zwei, drei" von 1961 ist dem gerade erschienenen Buch über Billy Wilder entnommen, mit dem der Taschen Verlag seine Reihe über berühmte Regisseure fortsetzt. Neben sämtlichen Filmen wird darin auch der Lebenslauf des 1906 in Galizien geborenen Samuel Wilders beschrieben. Wilder arbeitete am Anfang seiner Karriere als Reporter in Berlin und wirkte als Ghostwriter an zahlreichen Drehbüchern mit. Am Tag nach dem Reichstagsbrand verließ er 1933 Deutschland und schuf bei Paramount einige der bissigsten Filme der Kinogeschichte.

Glenn Hopp: Billy Wilder. Köln 2003 (Taschen). 192 S., O 14,90 / N. S.


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