NÜCHTERN BETRACHTET

54 Mädchenbeine auf meinen Zehen

Kultur | aus FALTER 46/03 vom 12.11.2003

Es wird Zeit, dass sich dieser Musikherbst langsam wieder zu Ende neigt. Wenn das so weitergeht, lande ich noch in Konzerten, bei denen der Durchschnittshörer von den Eltern abgeholt wird. Es begann mit Bob Dylan in der Stadthalle. Die Stadthalle, das muss man hier auch einmal festhalten, ist eigentlich nur zum Eishockeyzuschauen wirklich geeignet, der Puck besser zu sehen als Bob Dylan. Hinzu kommt, dass Bob Dylan, der mir eines der langweiligsten Konzerte meines Lebens bescherte, die Töne nicht trifft, wofür er von seiner Gemeinde umso narrischer verehrt wird (auf die Dauer wird sich der Mann allerdings nicht durchsetzen können). Gläubige Dylanologen versicherten mir nach dem Auftritt des Meisters, es wäre eines seiner besten Konzerte ever gewesen. Hm. Lag ich bei Dylan noch im unteren Drittel der Anciennitätspyramide, so vermochte ich zwei Tage später bei David Bowie den Altersschnitt doch schon ein wenig zu heben, die Stimmung allerdings nicht: König Kralicek, ein Bowieprofi,


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