Farbe braucht das Land

Vorwort | WALTER ÖTSCH | aus FALTER 47/03 vom 19.11.2003

KOMMENTAR Warum gelingt es der SPÖ nicht, ihre politischen Vorstellungen in einprägsame Bilder zu gießen? 

Politisches Handeln muss immer auf Zustimmung gerichtet sein, Politiker haben sich letztlich Wahlen zu stellen. Entscheidend ist die Vorstellungswelt der Wählerinnen und Wähler. Sie "denken" an Parteien und Spitzenkandidaten, indem sie diese in eine fiktive Landschaft platzieren und mit unterschiedlichen Farben untermalen. Die so vorgestellte symbolische Sphäre ist das eigentliche Aktionsfeld der Politik. Als "real" geltende Handlungen, wie zum Beispiel Steuern zu verändern, bringen politisch nur Erfolg, wenn sie innere Bilder beeinflussen.

  Die ÖVP hat die letzten Parlamentswahlen durch kräftige Bilder und Bildgeschichten gewonnen, die sie teilweise direkt von der FPÖ entlehnt hat. Der Kanzler wurde, fast in alter Haider-Manier, als unerreichbarer Held inszeniert ("Wer, wenn nicht er"), die Opposition durch eine gut orchestrierte Dämonisierungskampagne (im Hintergrund

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