DOLM DER WOCHE

Grete Laska

Politik | aus FALTER 47/03 vom 19.11.2003

Das Zinshaus in der Ullmannstraße war eine Ratzenburg. Nicht alle Bewohner waren Gute. Keiner weint diesem Quartier, das vergangene Woche geräumt wurde, eine Träne nach. Nur: Dass das Haus völlig desolat war und Asylwerber für eine Matratze 150 Euro pro Monat zahlen mussten, hätte Sozialstadträtin Grete Laska längst wissen müssen. Vergangenen Jänner berichtete der Falter über die dubiosen Praktiken in dem Flüchtlingshaus. Manchmal dauerts halt ein bischen länger, bis die Botschaft ankommt. Und so wurde gewartet, bis die Temperaturen sanken, um erst jetzt siebzig junge Afrikaner auf die Straße zu setzen. Das Sozialamt drückte den obdachlosen Asylwerbern einfach eine Liste mit Pensionen in die Hand, die sie sich ohnehin nicht leisten können. Klingt verdammt nach Innenminister. Will Grete Laska der bessere Ernst Strasser werden?


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