ÖBB-REFORM

"Bahnfahren wird teurer"

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 47/03 vom 19.11.2003

Klaus Riessberger, Vorstand des Institutes für Eisenbahnwesen und Verkehrswirtschaft an der Technischen Universität Graz, über den Eisenbahnerstreik, bei der Bahn versteckte Budgetschulden und die wahren Kosten der ÖBB-Reform.

Falter: Hatten Sie Verständnis für den Streik der Eisenbahner?

Klaus Riessberger: Ja. Die Eisenbahner streikten gegen das permanente Herabmachen ihres Berufsstandes. Ein Lokführer hat kürzlich zu mir gesagt, wir werden als Privilegienritter und Parasiten hingestellt. Aber kein Mensch vergütet uns die Nachtdienste, unsere nicht eingehaltenen Feiertage und Ähnliches.

Für die Regierung sind die ÖBB ein Fass ohne Boden.

Die Regierung wird viel mehr zahlen, wenn die Eisenbahner ein Dienstrecht nach den allgemeinen Wirtschaftskonditionen bekommen. Dort wird es sämtliche Abgeltungen geben müssen, wie sie in jedem Kollektivvertrag festgeschrieben sind.

Das heißt, die Reform wird teuer?

Ja. Aber es kommt noch anderes hinzu. Die ÖBB zahlen alleine 800 Millionen Euro


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