"Eine Irreführung"

Politik | NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 47/03 vom 19.11.2003

KULTUSGEMEINDE Das Innenministerium will für die jüdische Gemeinde keine zusätzlichen Subventionen lockermachen. Stattdessen bekommt sie nun Hilfe von besonderer Seite. 

Wir brauchen keine Alarmanlagen und auch kein Panzerglas", ärgert sich Erika Jakubovits, Executive Director der Kultusgemeinde (IKG). "Dauernd bietet uns das Innenministerium Panzerglas an. Ich habe schließlich keinen Keller, wo ich das Zeug stapeln kann."

  Neue sicherheitstechnische Ausrüstung bekommt Wiens jüdische Gemeinde gewöhnlich zu 50 Prozent von Ernst Strassers Ressort ersetzt. Nur: Die sich in Finanznöten befindliche IKG braucht zurzeit keine zusätzlichen Sicherheitsschleusen und Alarmsysteme. Sondern Geld, damit sie ihre Institutionen weiterhin mit zusätzlichen Wachposten vor möglichen Anschlägen schützen kann.

  Vergangene Woche hat Ernst Strasser (ÖVP) dem Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, Ariel Muzicant, mitgeteilt, dass es dafür keine Subventionen geben wird. Rund zwei Millionen


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