Erwünschte Nebenwirkung?

Politik | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 47/03 vom 19.11.2003

ÖVP Die Gesundheitsministerin verschreibt dem Volk doppelt so viele Generika. Die Nachbaumedikamente sind eine sinnvolle Therapie für das marode Gesundheitssystem. Besonders gut bekommen sie der Familie von Minister Bartenstein. 

Jaulen, Quietschen, Zähneknirschen. Alle hätten gejammert, wie viel Rabatt sie einräumen müssten, beschrieb Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat die Verhandlungen zum "Arzneimittelpaket", das vergangene Woche präsentiert wurde. "Alle?", fragt der SPÖ-Abgeordnete Günter Kräuter, "oder haben auch Einzelne gelächelt und sich die Hände gerieben?"

  Ein Rezept, das mitbewirken soll, dass die Kosten für Medikamente künftig pro Jahr nicht um acht, sondern höchstens um 2,5 Prozent steigen: Die Rezeptgebühr für Generika, für Nachbauten von erfolgreichen Medikamenten, wird um mehr als ein Drittel gesenkt. Damit nicht mehr nur jede zehnte, sondern jede fünfte Schachtel, die verschrieben wird, eine gelungene Kopie enthält.

  In Deutschland macht


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige