Einladung mit Folgen

Politik | NINA HORACZEK und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 47/03 vom 19.11.2003

ASYL Innenminister Ernst Strasser bekommt wegen jener Tschetschenen, die seine Beamten unlängst zur Rückkehr "einluden", zunehmend Probleme. 

Es hätte eine schöne PR-Aktion für den Innenminister sein sollen. Das Requisit: ein funkelnagelneues elektronisches Fingerabdruckgerät. In der Statistenrolle: Mehrere Beamte im niederösterreichischen Gmünd, die sich sichtlich über das moderne Equipment freuen, weil es ihnen künftig die mühsame Prozedur etwas erleichtert. Nämlich: Das Registrieren von Asylwerbern. Am Abend erklärte der Innenminister dann in der ORF-Diskussionssendung "Offen gesagt" noch stolz, wie seine Beamten mit den vielen Neuankömmlingen nun umgehen: "Wir werden sie einladen", sagte Ernst Strasser, "dass sie zurückgehen." Am Grenzübergangsposten in Gmünd habe das bei einer siebzigköpfigen Gruppe von Tschetschenen bereits bestens funktioniert.

  Zweieinhalb Wochen später bringt dem Innenminister die Selbstvermarktungsaktion zunehmend Probleme. Wie der Falter


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