Der Billig-Bau

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 47/03 vom 19.11.2003

WOHNEN In den vergangenen Jahren hat die Stadt Wien zahlreiche Gemeindebauten verkauft. Ein Käufer verdiente dabei in kurzer Zeit über 200.000 Euro. 

Baulärm, Räumungsklagen, Kündigungsdrohungen und gestiegene Mieten. So lautet der Befund der Mieter des einstigen Gemeindebaus in der Hernalser Hauptstraße 184, drei Jahre nachdem das Haus verkauft worden ist. "Ich habe etwa 95 Euro Miete gezahlt", klagt ein Mieter, "jetzt sind es plötzlich 210." Einem weiteren Bewohner wäre die Wohnung beinahe gekündigt worden, weil er nicht wusste, dass die Gemeinde das Haus verkauft hatte und seine Miete nicht an den neuen Besitzer, sondern weiter an die Stadt bezahlte.

  Im Jahr 1997 empfahl der Rechnungshof der Gemeinde, "untypische" Gemeindebauten, also Zinshäuser, die sich im Besitz der Stadt befinden, zu verkaufen. Das Haus in der Hernalser Hauptstrasse 184, mit etwa 1500 Quadratmeter Nutzfläche, ist ein untypischer Bau und wurde im Dezember 2000 verkauft. Viel zu günstig, wie der grüne


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