AUFGEBLÄTTERT

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 47/03 vom 19.11.2003

In rund zwei Jahren, am 27. Jänner 2006, wird der 250. Geburtstag Mozarts gefeiert, und alle, die damit irgendwie zu tun haben, sind jetzt schon nervös (siehe auch die Seiten 23 und 66). Diese Woche, am 19. November 2003, wird der 175. Todestag von Franz Schubert - naja, bestenfalls zur Kenntnis genommen. Etwas mehr Aufmerksamkeit hätte sich der erste echte Wiener unter den großen Komponisten in dieser Stadt schon verdient, auch wenn seine Biografie nicht unbedingt zur popkulturellen Vereinnahmung à la Milos Forman oder Falco taugen mag. Obwohl: Ein Blick auf Schuberts Leben aus ungewöhnlicher Perspektive könnte durchaus spannend sein. Das hatte nämlich wenig mit dem romantisierenden Klischee vom lebensunfähigen "Schwammerl" zu tun, und umso mehr mit Selbstverwirklichung unter widrigsten Umständen.

  Der deutsche Musikwissenschaftler Malte Korff informiert in seinem neuen, schlicht "Franz Schubert" betitelten Band der dtv-Porträt-Reihe über Schuberts Ausbruchsversuche aus beengten


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