OHREN AUF!

He's got the Pauer!

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 47/03 vom 19.11.2003

Diese Platte ist ein Tribut an das große Talent von Fritz Pauer. Mit ihm zu arbeiten war für mich eine wegweisende Erfahrung und ein Privileg", schrieb Friedrich Gulda huldvoll in sein Album "Fata Morgana". Erschienen ist es auf dem Label MPS, das im Zuge einer nostalgischen Retrospektion der Jazzgeschichte ein bisschen zum Kult verklärt wird, seinerzeit schlicht für Musik Produktion Schwarzwald stand und nun als Most Perfect Sound (Edition) bei Universal neu aufgelegt worden ist.

Auf MPS vertreten war auch der genannte Fritz Pauer, der vor kurzem seinen 60. Geburtstag beging. Der Live-Gig vom April 1971 im Münchner Domicile, an dem neben den beiden Pianisten noch Schlagzeuger Klaus Weiss beteiligt war, sah eine klare Rollenaufteilung vor: E-Piano und Piano, Solo und Begleitung. Höhepunkt dieser nicht immer ganz geschmackssicheren Tour de Force ist die titelgebende Suite, auf der Gulda mitunter schon hysterisch-pathetische Akkordarbeit leistet, wenn Pauer auf dem E-Piano die Bassline


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