Chaos, Jesus und Musik

Kultur | CHRISTIAN CARGNELLI | aus FALTER 47/03 vom 19.11.2003

FILM Stationendrama, Passionsspiel, Episodenfilm: Barbara Alberts neue Arbeit "Böse Zellen" erzählt eiskalt und deprimierend Geschichten vom Tod. 

And the seasons, they go round and round, and the painted ponies go up and down, we're captive on the carousel of time ...

Joni Mitchell, "The Circle Game"

Die ganze Welt ist ein Rätsel. Kleinbürger spielen ein Spiel, bei dem niemand gewinnt, ein Rubbellabyrinth, aus dem es keinen Ausweg gibt. Grau ist die Welt in Barbara Alberts "Böse Zellen", versehrt sind seine Figuren, verstockt, verkrüppelt, zerfressen. Allein und verlassen, ob alt oder jung, gefangen in sich selbst und im System. Einem System, in dem der Tod - die Angst vor und die Sehnsucht nach ihm - alle Handlungen und Handlungsversuche bestimmt. Im Kirchenchor findet man Trost, aber das nutzt auch nichts. Im Fernsehen wird öffentlich verziehen, aber nichts ändert sich. Und wenn irgendwo im Regenwald ein Schmetterling mit den Flügeln schlägt, mag das am anderen Ende des Erdballs


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