"Türkisch irgendwie"

WOLFGANG KRALICEK | Kultur | aus FALTER 47/03 vom 19.11.2003

VOLKSTHEATER HEUTE Amadeus à la Franzobel: Alexander Kubelka inszeniert das deftige Künstlerdrama "Mozarts Vision". 

Franzobel schreibt wie ein Dichter und denkt wie eine Sau. Und umgekehrt. Wer ein Stück über Wolfgang Amadeus Mozart in Auftrag geben will, ist bei ihm also an der richtigen Adresse. Beauftragt wurde der viel beschäftigte Autor vom Wiener Volkstheater, wo gerade das Mozartjahr 2006 antizipiert wird: Wenige Wochen nach "Amadeus" hatte jetzt "Mozarts Vision" von Franzobel Premiere.

  Wie in Shaffers Welterfolg wird Mozart auch bei Franzobel vergiftet - allerdings nicht von seinem Komponistenrivalen Salieri (der hier gar nicht vorkommt), sondern von Franz Hofdemel, dem eifersüchtigen Gatten einer Klavierschülerin Mozarts. Das ist historisch zwar ebenso wenig haltbar wie die Salieri-Theorie, aber auch nicht ganz aus der Luft gegriffen: Der echte Hofdemel (der Name ist keine Franzobel-Erfindung!) attackierte fünf Tage nach Mozarts Tod mit einem Messer seine junge, schwangere

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