Adieu, Gießkanne!

WOLFGANG KRALICEK | Kultur | aus FALTER 47/03 vom 19.11.2003

KULTURPOLITIK Im Frühsommer hat Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny eine Reform der Wiener Off-Theater eingeleitet. Jetzt wird in der Szene Kritik laut. 

Die Gießkanne ist ein praktisches Gerät, das es möglich macht, eine große Menge Wasser wohldosiert auf Pflanzen zu verteilen: wenig Flüssigkeit für zarte Sprossen, entsprechend mehr Nährstoff für große Gewächse. Auch in der Kulturpolitik war die Gießkanne jahrzehntelang ein beliebtes Instrument: Die Subventionen wurden so verteilt, dass auch für das kleinste Pflänzchen noch ein paar Tropfen übrig blieben.

  Das soll jetzt anders werden. Geht es nach Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, hat das System Gießkanne demnächst ausgedient. In einer Anfang Juni präsentierten Studie mit Vorschlägen zur Reform der Wiener Off-Theaterszene wird die Gießkanne zum Alteisen erklären: Die "starke Streuung der Fördermittel" führe zu einer Vielzahl "unterdotierter" Projekte, die dann nur auf entsprechend unprofessionelle Weise

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