Israel, Europa, USA

Vorwort | RAIMUND LÖW / Washington | aus FALTER 48/03 vom 26.11.2003

AUSLAND Kritik an Israel ist nicht mit Antisemitismus gleichzusetzen. Israels offene Gesellschaft selbst beweist das. 

Liest man das vernichtende Urteil von vier ehemaligen Chefs des israelischen Geheimdienstes Shin Bet im Massenblatt Yediot Ahronot über die Palästinenserpolitik der Regierung Sharon, erinnert man sich an die verzweifelte Warnung aus dem machtlosen Friedenslager der vergangenen Jahre. Kein Abkommen mit den Palästinensern könne ohne Yassir Arafat erreicht werden, lassen die pensionierten Geheimdienstchefs ihrem Premierminister ausrichten. Die versuchte Ausschaltung des Palästinenserpräsidenten sei die Mutter aller Irrtümer, sagt ein verbitterter Avraham Shalom. Fast alle Antiterrormaßnahmen der Regierung, von Helikopterangriffen in Gaza bis zum berühmt-berüchtigten Zaun, verstärkten in Wirklichkeit den Terror, geben Yaakov Perry, Avraham Shalom, Ami Ayalon und Carmi Gilon, die Sicherheitschefs aus zwei Jahrzehnten, zu Protokoll.

  Zwei Jahre nach den Anschlägen


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