Global gegen sozial

MARKUS MARTERBAUER | Vorwort | aus FALTER 48/03 vom 26.11.2003

KOMMENTAR Die Globalisierung wird zu Unrecht als Argument für Sozialabbau verwendet. 

Für den französischen Soziologen Pierre Bourdieu war die Globalisierung ein "Mythos". Das relevante Faktum sei nicht die tatsächlich beobachtbare Konkurrenz auf den Weltmärkten, sondern die politische Verwendung des Begriffes "Globalisierung" in den Auseinandersetzungen um die Einkommensverteilung. Die Beschwörung der Globalisierungsgefahr ist nach Meinung Bourdieus das wichtigste Instrument der Neoliberalen gegen eine aktive Beschäftigungspolitik, gegen den Wohlfahrtsstaat und gegen die ökonomischen und sozialen Interessen der Arbeitnehmer geworden.

  In der aktuellen Debatte finden sich dafür vielfältige Belege. Der "internationale Wettbewerbswind" mache es notwendig, die Bundesbahnen zu zerschlagen, die Pensionen zu kürzen, die Körperschaftsteuern für Unternehmen zu senken und die Mitbestimmung an den Universitäten abzuschaffen. Wann immer die Kürzung von Sozialausgaben und öffentlichen

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