Sachverhalt: Grasser

Politik | GERALD JOHN und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 48/03 vom 26.11.2003

AFFÄRE Der Finanzminister in neuen Troubles: Das Justizministerium genehmigt weitere Ermittlungen, die Opposition schießt sich auf Grasser ein.  Sie galt als Prunkstück unter den Homepages der Politiker: coole Grafik, übersichtliches Design und viele, viele Bilder von Karl-Heinz Grasser. Doch mittlerweile wirkt der Webauftritt des Finanzministers ramponiert: Die Kinderfotos sind weg und so mancher Satz klingt verhatscht. "Diese vom Schicksal schwer getroffenen Menschen zu kampagnisieren ist strikt abzulehnen und zu verurteilen", steht etwa unter der Rubrik "Sozialfonds". Von dem haben die "getroffenen Menschen" bislang zwar nichts, weil es ihn noch nicht gibt. Dafür hat er Grasser nun etwas eingebracht: neue Troubles.

  Vergangene Woche genehmigte das Justizministerium der Staatsanwaltschaft weitere Ermittlungen gegen den Finanzminister. Die Industriellenvereinigung hatte den Verein zur Förderung der New Economy, der Grassers Homepage betreibt, mit einer 175.000-Euro-Spende gesponsert.


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