FERNSEHEN

Medien | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 48/03 vom 26.11.2003

Robin heißt jetzt Sebastian, statt Frucade wird Dreh und Trink gereicht, der Eierlikör wurde durch Packerlsuppe ersetzt, und statt des Regisseurs am Telefon gibts jetzt die "Stimme des Herrn" vom Tonband: Siebeneinhalb Jahre nach der letzten Folge der "Nette Leit Show" ist Hermes Phettberg wieder im Fernsehen (Fr, 21.15 Uhr, ATV+), und beinahe ist alles wie früher. Dass "Beichtphater Phettberg" beim ersten Mal noch nicht so gezündet hat wie damals, liegt nicht nur daran, dass früher immer alles besser war - Hermes ist noch nicht ganz der Alte. Dass er sich für seine extrem gutwilligen Gäste (Willi Resetarits und Alf Poier) kaum interessierte, fiel weniger ins Gewicht als der Umstand, dass Phettbergs Gedankenimprovisationen nur passagenweise das gewohnte Niveau erreichten (und wenn es einmal spannend wurde, kam die Werbepause). Mögliche Ursache: Die Atmosphäre eines TV-Studios ist mit der brodelnden Stimmung einer knallvollen Halle (wie damals im Globus-Verlag) nicht zu vergleichen; der Rampensau Phettberg fehlt das Feedback. Erschwerend kommt hinzu, dass er das Saalpublikum (weil beleuchtet) diesmal sehen kann. Kommentar des Talkmasters: "Ich bin enttäuscht."


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige